Typische Verhaltensauffälligkeiten
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Verhaltensauffälligkeiten, die teilweise auch den Verhaltensstörungen zugeordnet werden, können z.B. sein:

  • Angst, Schreckhaftigkeit, Panik, extreme Scheu, Rückzug
  • Aggressionen gegen Mensch/Tier, Angriffe und Zerstörungswut
  • Unsauberkeit, Meiden der Katzentoiletten, Markierverhalten
  • Nächtliche Unruhe, lautes Schreien, Hyperaktivität, Nervosität
  • Plötzliche Unverträglichkeit oder missglückte Vergesellschaftung
  • Overgrooming, psychogene Alopezie (Zwangsputzen/Kahl-/Wundlecken)
  • Vernachlässigung der Fellpflege, verminderter Spieltrieb
  • Stereotypien (Zwangsbewegungen, Selbstverletzen, Kreislaufen)
  • Wollefressen, Plastikfressen u.ä. (Pica-Syndrom)
  • Futteraggressionen, Futtermäkeln, (nicht krankhafte) Inappetenz
  • Wichtig ist, dass zunächst eine mögliche körperliche Ursache vom Tierarzt ausgeschlossen wird. Jede Verhaltensauffälligkeit kann rein organisch bedingt sein und z.B. durch Schmerzen entstehen. Bei bestehender/m Unsauberkeit/Markieren ist zudem eine jeweils aktuell durchzuführende Laboranalyse des Harns oder Kots unerlässlich. Der erste Ansprechpartner muss daher immer der Tierarzt sein. Ohne aktuell vorliegende tierärztliche Diagnose beginne ich keine Behandlung.

    Falls Sie unsicher sind, wonach Ihr Tierarzt suchen soll, bin ich Ihnen im Vorfeld gern dabei behilflich, die für Ihre Katze wichtigen Untersuchungen zu empfehlen, um mögliche organische Gründe des Problemverhaltens auszumachen. Aufgrund der häufigen Nachfrage muss ich für diesen individuellen Service einmalig 18,00 EUR erheben, zumal recht viele Katzen nur organisch krank sind und gar keine Verhaltenstherapie benötigen.

    Nur wenn der Mediziner keine körperlichen Ursachen feststellt (chronische Erkrankungen unter tierärztlicher Kontrolle, z.B. CNI, HCM, Pankreasinsuffizienz, Hyperthyreose, Diabetes u.ä., sofern sie der betroffenen Katze keinerlei Beschwerden bereiten und nicht die Mehrzahl der Katzen im Haushalt betreffen, sind i.d.R. kein Hindernis), biete ich Ihnen kompetente Hilfe, die Auslöser der Störung zu erkennen und darauf aufbauend das Fehlverhalten wieder zu beseitigen. Dabei ist Ihre aktive Mitarbeit gefragt. Von heute auf morgen lassen sich Verhaltensprobleme nur sehr selten lösen. Vielmehr muss oft umgedacht und konsequent mit dem Tier gearbeitet werden. Dafür können Sie sich jedoch auf eine stressfreie Mensch-Katze-Beziehung freuen, die meist schnell wieder hergestellt ist.

    Die Trennung von einem verhaltensauffälligen Tier ist in den seltensten Fällen nötig. Zögern Sie dennoch nicht lange mit einer Behandlung Ihrer Katze. Denn bürgern sich Verhaltensprobleme erst einmal ein, werden sie bei vielen Tieren zur Dauermarotte, die trotz Wegfall der Auslöser beibehalten wird und dann immer mühseliger in den Griff zu bekommen ist.

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